Phantasiewelten, Bertolt Brecht, Kriegsverbrecher:  Bei den diesjährigen Filmtagen im Cinema Eupen stellt KultKom vom 15. bis zum 21. November Produktionen vor, die – auf den ersten Blick – unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch verbindet sie ein gemeinsames, grundlegendes Element. Alle drei Leinwandstreifen reflektieren Werke, die vor ihrer cineastischen Interpretation für die Bühne konzipiert bzw. auf der Bühne zum Leben erweckt wurden.


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"Smallfoot - Ein eisigartiges Abenteuer" im Cinema Eupen

Der Nussknacker und die vier Reiche

Fantasy / USA 2018 / 99 Min. / Ohne Altersbeschränkung

 

Darsteller: Mackenzie Foy, Keira Knightley, Helen Mirren uvm.

Regie: Lasse Hallström, Joe Johnston

Disney-Realverfilmung nach dem klassischen Ballett von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Nußknacker und Mäusekönig“.
Die junge Clara (Mackenzie Foy) findet sich in einer mysteriösen Parallelwelt wieder, als sie sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schlüssel macht, der eine Kiste mit einem einzigartigen Geschenk öffnen soll. Im Land der Schneeflocken, im Land der Blumen und im Land der Süßigkeiten trifft sie auf allerlei seltsame Bewohner. Zusammen mit dem jungen Soldaten Phillip (Jayden Fowora-Knight) begibt sie sich schließlich ins unheilvolle Vierte Reich, das von der tyrannischen Mutter Gigoen (Helen Mirren) beherrscht wird. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um Claras Schlüssel, sondern darum, die Harmonie in den vier Reichen wiederherzustellen.
 

Vorstellungen:

Do

15.11.

Fr

16.11.

Sa

17.11.

So

18.11.

Mo

19.11.

Di

20.11.

Mi

21.11.

     17.00  17.00     15.00

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"Johnny English - Man lebt nur dreimal" im Cinema Eupen

Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm

Drama / DE 2018 / 130 Min. / Freigegeben ab 6 Jahren

 

Darsteller: Lars Eidinger, Hannah Herzsprung, Tobias Moretti uvm.
Regie: Joachim A. Lang

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben!

Der Film „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ wurde unteranderen von André Sommerlatte von Velvet Fimls realisiert.
 

Vorstellungen:

Do

15.11.

Fr

16.11.

Sa

17.11.

So

18.11.

Mo

19.11.

Di

20.11.

Mi

21.11.

16.00 20.00  20.00    20.00    20.00*

* Zum letzten Mal im Cinema!


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"Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween" im Cinema Eupen

ASHCAN – Das Geheime Gefängnis

Dokumentation / LU - BE 2018 / 90 Min.

 

Regie: Willy Perelsztejn

Dieser mehrschichtige Dokumentarfilm thematisiert sowohl die historischen Ereignisse in „Camp Ashcan“ als auch die Bearbeitung dieser nahezu unbekannten Geschichte für die Theaterbühne. Der BRF hat das Filmprojekt mit seinem Namen als öffentlich-rechtliche Anstalt unterstützt.
Der Hintergrund: „Camp Ashcan“ war der Codename eines geheim gehaltenen Gefangenenlagers der Alliierten unter Us-amerikanischer Führung zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war im Palace Hotel im luxemburgischen Bad Mondorf eingerichtet. Hier wurden zwischen Mai und September 1945 zahlreiche Nazigrößen (Göring, von Ribbentrop, Dönitz, Keitel, Rosenberg, Ley, Frank, Streicher, Seyß-Inquart, von Krosigk, Sauckel…) festgehalten und verhört, bevor sie nach Nürnberg vor den Internationalen Militärgerichtshof gebracht wurden.
Das Theater: Am Théâtre National du Luxembourg wurde dieser historische Stoff für ein bewegendes Bühnenstück aufgegriffen, das einerseits die Ängste, Uneinsichtigkeit oder das Bereuen der Nazis, andererseits das Erstaunen über die Aufdeckungen und das permanente Oszillieren zwischen Faszination und Ekel der amerikanischen Offiziere aufzeigt. Die Inszenierung basiert auf Originaldokumenten der in Mondorf durchgeführten Verhöre, welche später zur Anklage in Nürnberg dienten.
Der Film: „Ashcan – das Geheimgefängnis“ wirft einen Blick hinter die Theaterkulissen, er greift u.a. auf die Probenarbeiten zurück und lässt die Schauspieler darüber sprechen, wie sie ihre Rollen auszufüllen gedenken. Gleichzeitig enthüllt er bis heute geheim gehaltene Informationen und beleuchtet so die Grauzone zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und den Nürnberger Prozessen.   
 

Vorstellungen:

Do

15.11.

Fr

16.11.

Sa

17.11.

So

18.11.

Mo

19.11.

Di

20.11.

Mi

21.11.

20.00      20.00   20.00*  

* Zum letzten Mal im Cinema!


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