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KultKom

Jazz Im Foyer – Christina Clark & Pascal Schweren «Gospel»

Musik

«Durch alle Trauer der sorgenvollen Lieder atmet eine Hoffnung – ein Glaube an die endliche Gerechtigkeit aller Dinge», so beschrieb der berühmte amerikanische Soziologe William E. B. du Bois, der als erster Schwarzer 1895 in Harvard promoviert wurde, das Wesen der Spirituals. 

«Over my head I hear music»
eine musikalische Reise durch die afroamerikanische Geschichte. Die Gesänge der afroamerikanischen Sklavinnen und Sklaven waren in Alltagssituationen und bei der Arbeit ebenso gegenwärtig wie selbstverständlich, als Ventil für Leid, Schmerz aber auch Zuversicht. Sie entwickelten sich aus freien Improvisationen beim gemeinsamen Singen und wurden ausschließlich mündlich weitergegeben. Meist beziehen sie sich auf Situationen aus dem Alten Testament. Die eigene Zukunft in Freiheit oder das erlösende „Jenseits“ wurde dadurch versteckt zwischen den Zeilen thematisiert und nicht selten dienten die Lieder zur Übermittlung geheimer Nachrichten. 

Gemeinsam mit dem Pianisten Pascal Schweren begibt sich die afroamerikanische Sängerin Christina Clark auf eine für sie sehr persönliche Reise durch die Seelenlandschaften afrikanischer Sklavinnen und Sklaven in den USA. Mit Spirituals wie Nobody knows the trouble I’ve seen, Sometimes I feel like a motherless child, I couldn’t hear nobody pray oder Steal Away und ergänzt von dokumentarischen Zwischentexten zeichnet sie die bewegende Geschichte der Sklaverei vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis zu ihrer Abschaffung im Jahr 1865 nach. 


Fotos: Johannes von Barsewisch

Christina Clark, voc
Pascal Schweren, piano

VVK 14/12 _ AK 18/16
Vorverkaufspreise gelten bis zum Veranstaltungstag