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Wiederauferstehung einer Stadt – St.Vith nach dem 2. Weltkrieg

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Wiederauferstehung einer Stadt
St.Vith nach dem Zweiten Weltkrieg

Dokumentation
Belgien 2023 / 120 Min. / Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Hugo Lampertz, Walter Lange

Nachkriegsdokumentation des Geschichtsvereins ZVS «Zwischen Venn und Schneifel».
Ein Film von Hugo Lampertz und Walter Langer

Als strategisch wichtiger Verkehrsknotenpunkt wird St.Vith von alliierten Bombern im Dezember 1944 in Schutt und Asche gelegt. Während der Ardennenoffensive an Weihnachten bombten die Alliierten die Bewohner aus und legten die Stadt in Trümmern. Zahlreiche Zeitzeugen, die damals noch Kinder oder Jugendliche waren, berichten von ihren Erlebnissen aus der schwierigen Zeit des Neubeginns nach dem Krieg. Der Wiederaufbau dauerte bis in die 1960er Jahre. Aus den am Stadtrand in eisiger Kälte errichteten Notunterkünften ging später das Stadtviertel Neustadt hervor, das damals den Heimkehrern als erste Bleibe diente. Nur allmählich erholt sich St.Vith von der Katastrophe und geht es wieder aufwärts. Kinder können wieder eine Schule besuchen, Vereine nehmen ihre Tätigkeit wieder auf, und Handel und Handwerk erleben eine neue Blütezeit.

Der zweistündige Film zeigt Archivbilder, aber auch Zeitzeugenberichte, wie Walter Langer erklärt: «Wir haben einen Aufruf in der Zeitschrift des Geschichtsverein gestartet, um Zeitzeugen zu finden. Dann haben wir etwa ein Dutzend Zeitzeugen gefunden, die uns berichten über diese Trümmerzeit. Sie waren damals Kinder.» Kinder, die wie ihre Eltern vor dem Nichts standen.

«Hier im Stadtpark sind die ganzen Trümmer. Deswegen heißt das hier auch ‚Millionenberg‘, weil alles auf einen Haufen gekippt wurde», erzählt Walter Langer, der betont, daß zuerst einmal aufgeräumt werden musste. Der pensionierte Lehrer ist für die Bildgestaltung und den Filmschnitt verantwortlich und sein ebenfalls im Ruhestand befindlicher Kollege Hugo Lampertz sorgt für die Texte und das Sprechen. Historische Themen filmisch aufarbeiten ist ihre gemeinsame Leidenschaft.

Einlass ist eine Stunde vorher, das Foyer ist für Getränke geöffnet.
Abendkasse 8€, red. 6€